Gemeinsam aus der Armut

Erstellt von Frerk Hinrichs |

Brot für die Welt hilft seit 60 Jahren - Gottesdienst mit Kreispfarrer Scheuer eröffnet Spendenaktion am 1. Advent

 

„Hunger nach Gerechtigkeit“ lautet das Motto zum 60. Geburtstag der Spendenaktion von Brot für die Welt. Auch nach sechzig Jahren ist dieser Hunger nicht gestillt, sondern Antrieb, sich für Veränderung einzusetzen. Im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven wird die Aktion am Sonntag, 1.12.2019 um 10 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst in Altengroden mit Kreispfarrer Christian Scheuer und vielen Mitwirkenden eröffnet. Dabei wird ein Brot für die Welt-Projekt vorgestellt.

 

Der Norden Perus ist eine karge Gegend. Kleinbauernfamilien wie die von Francisco Imán Vílchez kommen kaum aus der Armut heraus. Früher hat Vílchez Mais, Maniok und Süßkartoffeln angebaut. Das brachte nicht viel. Seine sechsköpfige Familie lebte von umgerechnet weniger als 200 Euro im Monat. Dann hörte Vílchez von der Möglichkeit, Bananen für den fairen Handel anzubauen. CEDEPAS Norte ist eine Partnerorganisation von Brot für die Welt. Sie unterstützen Kleinbauern bei der Umstellung ihres Anbaus. Mit einer Anschubfinanzierung und Know-How. Vílchez bekam Bio-Bananensetzlinge von der Hilfsorganisation, das nötige Werkzeug und viel Beratung.

 

Der Faire Handel hat das Leben vieler Bauern und Bäuerinnen in Peru verbessert. Die Kooperative, der die Familien beigetreten ist, produziert seit 2009 Fairtrade-Bananen. Seit 2011 exportiert die Kooperative direkt nach Deutschland und Italien. Über 600.000 Kisten mit Bananen waren es im vergangenen Jahr. Der Faire Handel bringt den Bauern höhere Einnahmen und ermöglicht so auch Bildung für die Kinder.

 

Die Kooperative der Bananenbauern hat gemeinsam einen Weg aus der Armut gefunden. Damit ist das Projekt ein gutes Beispiel für das Hilfe-zur-Selbsthilfe-Prinzip von Brot für die Welt. Spender in Deutschland können diesen Bauern auf zweifache Weise helfen. Durch den Kauf von fair gehandelten Biobananen. Mit Spenden können weitere Bauern den Wechsel zum Bananenanbau wagen.

 

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